Niederländische Arbeitnehmer verlieren die Kontrolle: Nur 29 Prozent haben die eigene Beschäftigungsfähigkeit selbst in der Hand

Der neue DIX-Benchmark zeigt konfrontierende Zahlen: Nur 29 Prozent der Erwerbstätigen haben ausreichend Kontrolle über ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit, während die psychische Erschöpfung weiter zunimmt (31 %). Diese landesweite Umfrage unter 15.685 Arbeitnehmern zeigt, wo die nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit ins Wanken gerät und wo Unternehmen jetzt eingreifen müssen.

Neue DIX-Daten zeigen große Kluft zwischen Wollen und Tun

Der neue DIX-Benchmark 2022-2025 zeigt ein konfrontierendes Bild der nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit unter niederländischen Arbeitnehmern. Obwohl fast sieben von zehn Arbeitnehmern angeben, dass ihnen die Beschäftigungsfähigkeit wichtig ist, haben nur 29 Prozent tatsächlich ausreichend Einfluss auf die Entwicklung und Zukunftssicherheit ihrer Arbeit. Das ist besorgniserregend, da Eigenverantwortung einer der stärksten Prädiktoren für langfristige nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit ist.

Darüber hinaus nimmt die mentale Erschöpfung weiter zu, und die Belastbarkeit steht unter großem Druck. Die Ergebnisse basieren auf 15.685 Befragten, von denen 85,4 Prozent den Fragebogen über die Johan-Plattform ausgefüllt haben.


1. Mentale Erschöpfung nimmt rapide zu

Die Zahlen zeigen eine deutliche Verschlechterung:

  • 31 % der Erwerbstätigen fühlen sich durch ihre Arbeit völlig erschöpft – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
  • Nur 36 % schneiden in Bezug auf Resilienz positiv ab. Dies deutet auf eine begrenzte Erholungsfähigkeit und Schwierigkeiten im Umgang mit Rückschlägen hin.
  • Zum Vergleich: Im Benchmark 2019–2021 litten nur 10 % unter schwerer Müdigkeit, gegenüber 31 % heute. Das ist eine Verdreifachung innerhalb weniger Jahre.

Dieser Trend macht Arbeitnehmer anfälliger, insbesondere in einem Arbeitsmarkt, in dem sich Veränderungen immer schneller ablösen.


2. Kenntnisse und Fähigkeiten: solide Grundlage, aber unzureichende Nutzung

Es gibt auch positive Nachrichten:
74 % der niederländischen Arbeitnehmer geben an, über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, um ihre Arbeit gut auszuführen.

Aber:

  • 44 % sind der Meinung, dass ihre Talente bei der Arbeit nicht optimal genutzt werden.
  • 55 % geben an, aktiver lernen und sich weiterentwickeln zu können.

Das Potenzial ist also vorhanden, wird aber nicht ausreichend genutzt.


3. Junge Menschen, Personen mit praktischer Ausbildung und Beschäftigte im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und im Gastgewerbe sind am stärksten gefährdet.

Die Unterschiede zwischen den Gruppen sind groß:

  • Junge Menschen (16–34 Jahre) berichten am häufigsten von geistiger Erschöpfung und haben das Gefühl, weniger Einfluss auf ihre Beschäftigungsfähigkeit zu haben.
  • Praktisch ausgebildete Personen schneiden in Bezug auf Wissen, Fähigkeiten und Eigenverantwortung schlechter ab.
  • Sektoren wie das Gesundheitswesen, das Bildungswesen und das Gastgewerbe gehören zu den drei Schlusslichtern in Bezug auf Themen wie Arbeitsfreude, Work-Life-Balance und mentale Belastbarkeit.

Diese Kombination macht gerade diese Gruppen besonders gefährdet.


4. Die größte Kluft: Einsatzfähigkeit für wichtig halten vs. tatsächlich umsetzen

Was auffällt:

  • 69 % halten nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit für wichtig.
  • Aber 63 % wissen nicht, wie sie ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern können.
  • Und nur 29 % erzielen eine grüne Bewertung bei persönlicher Führungskompetenz (Eigenverantwortung).

Dieses „Wollen, aber nicht wissen, wie“ ist eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des Benchmarks.


5. Kleine Maßnahmen machen schon einen Unterschied

Der Bericht zeigt, dass Mitarbeiter vor allem klare Leitlinien benötigen:

  • Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen.
  • Zugängliche, leicht verständliche Schulungen.
  • Ein Arbeitsklima, in dem Lernen und Fehler machen normal sind.
  • Mehr Aufmerksamkeit für mentale Belastung und Erholungsphasen.

Relativ kleine strukturelle Verbesserungen helfen den Mitarbeitern, schneller aktiv zu werden.


6. Warum diese Zahlen wichtig sind

Die Spannung auf dem Arbeitsmarkt bleibt hoch: Es gibt fast genauso viele offene Stellen wie Arbeitslose. Gleichzeitig steigt die psychische Belastung und die Arbeit verändert sich schneller denn je. Das erfordert:

  • gezielte Politik zur Beschäftigungsfähigkeit,
  • maßgeschneiderte Lösungen für jede Zielgruppe,
  • bessere Nutzung von Talenten,
  • und Unterstützung bei der Stärkung der Regie.

Mit dem DIX können Organisationen Fakten von Annahmen trennen und gezielt auf nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit hinsteuern.


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